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Glossar Elektroinstallation: Begriffe A–Z

Verständliche Definitionen zu Schutzgeräten, Leitungen, Verteilung, Installation und Prüfung. Die Texte dienen der Orientierung und ersetzen keine Auslegung durch eine Elektrofachkraft.

Stand 12.09.2026 · 132 Begriffe

Orientierung: Verbindliche Auslegung, Auswahl und Beurteilung gehören in die Verantwortung einer Elektrofachkraft.

A

Abzweigdose

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Installationstypen

Auch: Verteilerdose, Elektrodose

Eine Abzweigdose nimmt elektrische Verbindungen oder Abzweigungen auf und schützt sie vor äußeren Einflüssen. Sie kann sichtbar, verdeckt oder in Kanalsystemen montiert werden. Zugänglichkeit und eine dauerhafte, fachgerechte Verbindung sind für spätere Prüfungen wichtig.

Quelle: OBO Geräte- und Verbindungsdosen

Abzweigklemme

#

Verbindungstechnik

Auch: Verteilerklemme, Abzweigverbinder

Eine Abzweigklemme verteilt ein elektrisches Potenzial auf mehrere Leiteranschlüsse. Je nach Bauart sind unterschiedliche Anschlussstellen und Querschnittsbereiche vorgesehen. Zulässige Ströme und Leiterbelegung sind anhand der konkreten Herstellerdaten zu prüfen.

Quelle: Phoenix Contact: Reihenklemmen, Ausgabe 2026

Aderendhülse

#

Verbindungstechnik

Auch: AEH, Aderendhülse mit Kunststoffkragen

Eine Aderendhülse schließt einen feindrähtigen Leiter für einen definierten Anschluss zusammen. Sie verhindert je nach Klemmensystem das Ausfransen der Einzeldrähte und schafft eine gleichmäßigere Kontaktfläche. Hülsenlänge, Querschnitt und Werkzeug müssen zum Leiter und zur Klemme passen.

Quelle: Phoenix Contact Push-in-Anschluss

Aufputzinstallation

#

Installationstypen

Auch: AP-Installation, offene Installation

Bei einer Aufputzinstallation werden Leitungen und Installationskomponenten auf der Oberfläche von Wand oder Decke montiert. Sie wird häufig verwendet, wenn der Leitungsweg zugänglich bleiben soll oder Änderungen erwartet werden. Kanäle, Rohre und Dosen werden passend zur Anwendung ausgewählt.

Quelle: OBO Aufputzsysteme

Auslösecharakteristik

#

Kennzeichnungen

Auch: Auslösekennlinie, Zeit-Strom-Kennlinie

Die Auslösecharakteristik beschreibt, bei welchem Strom und nach welcher Zeit ein Schutzgerät auslöst. Bei Leitungsschutzschaltern sind Buchstaben wie B oder C Kennlinien mit unterschiedlichen Auslösebereichen. Die Auswahl muss zum Anlaufverhalten des Verbrauchers und zum Schutz der Leitung passen.

Quelle: Siemens SENTRON Leitungsschutzschalter Technik-Fibel, Ausgabe 11/2025

Auslösestrom

#

Prüfung und Planung

Auch: Ansprechstrom, Auslösewert

Der Auslösestrom bezeichnet einen Strom, bei dem ein Schutzgerät unter definierten Bedingungen abschaltet. Der tatsächlich gemessene Auslösestrom ist vom aufgedruckten Bemessungswert zu unterscheiden. Zulässiger Bereich und Auslösezeit hängen von Gerätetyp und Prüfbedingungen ab.

Quelle: Siemens SENTRON Leitungsschutzschalter Technik-Fibel, Ausgabe 11/2025

Außenleiter

#

Elektrische Grundgrößen

Auch: Phase, L-Leiter, Außenleiter L

Ein Außenleiter ist ein Leiter, der bestimmungsgemäß unter Spannung steht und elektrische Energie überträgt oder verteilt. In Mehrphasensystemen führt er einen der zugehörigen Ströme. Er ist weder Neutralleiter noch Mittelpunktleiter.

Quelle: IEC Electropedia, IEV 195-02-08: line conductor · IEC Electropedia, IEV 141-03-02: polyphase-line conductor

B

Besichtigung

#

Prüfung und Planung

Auch: Sichtprüfung, visuelle Prüfung

Bei der Besichtigung wird eine elektrische Anlage gezielt auf sichtbare Mängel und sicherheitsrelevante Zustände untersucht. Dazu gehören beispielsweise Gehäuse, Leitungen, Kennzeichnungen und die vorhandenen Schutzmaßnahmen. Sie ist ein eigener Teil der Prüfung und ersetzt die erforderlichen Messungen und Erprobungen nicht.

Quelle: DGUV Information 203-072: Wiederkehrende Prüfungen elektrischer Anlagen und ortsfester Betriebsmittel, April 2021

Blindabdeckung

#

Verteilung

Auch: Abdeckstreifen

Eine Blindabdeckung verschließt unbestückte Öffnungen in einer Verteilerabdeckung. Sie muss zum jeweiligen Gehäusesystem passen und dessen vorgesehenen Berührungsschutz erhalten. Freier Platz hinter einer Abdeckung ist nur nutzbar, wenn auch Montage- und Anschlussraum vorhanden sind.

Quelle: Siemens 3NJ4912-2CA00 Blindabdeckung

Brüstungskanalinstallation

#

Installationstypen

Auch: Brüstungskanal, Kanalleiste auf Fensterbrüstung

Bei einer Brüstungskanalinstallation werden Leitungen und Einbaugeräte in einem Brüstungskanal an der Wand geführt. Brüstungskanäle gehören zu den Geräteeinbaukanälen. Formteile und Geräteeinsätze werden passend zum gewählten Kanalsystem eingesetzt.

Quelle: OBO Geräteeinbaukanäle und -säulen

C

CE-Kennzeichnung

#

Kennzeichnungen

Auch: CE-Zeichen, Kennzeichnung nach EU-Recht

Mit der CE-Kennzeichnung erklärt der Hersteller, dass ein Produkt die einschlägigen europäischen Anforderungen erfüllt. Eine CE-Kennzeichnung ist kein allgemeines Gütesiegel und belegt nicht automatisch eine unabhängige Prüfung. Sie darf nur für Produkte verwendet werden, für die die einschlägigen Vorschriften sie vorsehen.

Quelle: Europäische Union: CE marking

CEE-Steckvorrichtung

#

Installation

Auch: CEE, Industriesteckvorrichtung

CEE-Steckvorrichtungen verbinden Betriebsmittel über aufeinander abgestimmte Stecker und Steckdosen. Verschiedene Ausführungen unterscheiden sich unter anderem durch Polzahl, Bemessungsstrom, Spannung und mechanische Codierung. Eine ähnliche Gehäusefarbe allein belegt noch keine passende Kombination.

Quelle: MENNEKES CEE-Steckdosen für Wandmontage

D

Deckenauslass

#

Installationstypen

Auch: Deckenanschluss, Deckendose

Ein Deckenauslass ist eine vorbereitete Anschlussstelle an der Decke für eine Leuchte oder ein anderes Betriebsmittel. Er enthält je nach Anwendung Leiter für Außenleiter, Neutralleiter und Schutzleiter. Die Anschlussstelle muss für das vorgesehene Betriebsmittel und die Umgebung geeignet sein.

Quelle: OBO Unterputzsysteme

DIAZED-Sicherung

#

Schutzgeräte

Auch: Diazed, D-Sicherung

DIAZED® ist eine eingetragene Marke der Siemens AG für das D-Schraubsicherungssystem. Zum System gehören je nach Bauform Sockel, Passeinsatz oder Passschraube, Sicherungseinsatz und Schraubkappe. D- und D0-Systeme sind konstruktiv zu unterscheiden; Ersatzteile müssen zum vorhandenen System passen.

Quelle: Siemens SENTRON Sicherungssysteme Technik-Fibel

Drehstrom

#

Elektrische Grundgrößen

Auch: Dreiphasenwechselstrom, Dreiphasenstrom

Drehstrom beschreibt ein System aus drei zusammengehörigen Wechselgrößen. In einem symmetrischen Dreiphasensystem haben sie gleiche Amplituden und sind um jeweils 120 Grad phasenverschoben. Die 120 Grad gelten dabei für den symmetrischen Fall.

Quelle: IEC Electropedia, IEV 141-01-03: polyphase system · IEC Electropedia, IEV 141-01-05: symmetric polyphase system

Durchgangsklemme

#

Verbindungstechnik

Auch: Reihenklemme mit Durchgang, Verbindungsklemme

Eine Durchgangsklemme verbindet zwei elektrische Leiter über einen gemeinsamen Strombalken. In einem passenden Reihenklemmensystem kann sie durch Brücken zur Potenzialverteilung ergänzt werden. Leiterbereich und elektrische Bemessungsdaten sind am konkreten Produkt zu prüfen.

Quelle: Phoenix Contact: Reihenklemmen, Ausgabe 2026

Durchgangsprüfung

#

Prüfung und Planung

Auch: Durchgangsmessung, Kontinuitätsprüfung

Eine Durchgangsprüfung untersucht, ob eine leitende Verbindung zwischen zwei Prüfpunkten besteht. Ihre Anzeige allein bestätigt noch nicht die Eignung einer Schutzleiterverbindung. Für deren Nachweis sind die geforderte Niederohmigkeitsmessung mit geeignetem Prüfgerät und die Bewertung des Ergebnisses maßgeblich.

Quelle: Fluke 1663 Installationstester · DGUV Information 203-072: Wiederkehrende Prüfungen elektrischer Anlagen und ortsfester Betriebsmittel, April 2021

E

Elektrische Stromstärke

#

Elektrische Grundgrößen

Auch: Strom, I

Die elektrische Stromstärke beschreibt die pro Zeit durch einen Querschnitt transportierte Ladungsmenge. Sie wird in Ampere angegeben und kann als Gleich-, Wechsel- oder Mischstrom auftreten. Für die Belastbarkeit sind unter anderem Querschnitt, Verlegeart und Umgebungstemperatur relevant.

Quelle: BIPM The International System of Units (SI Brochure), 9th edition, version 4.01

Elektrischer Widerstand

#

Elektrische Grundgrößen

Auch: Widerstand, R

Der elektrische Widerstand beschreibt, wie stark ein Material oder Bauteil den Stromfluss behindert. Er wird in Ohm angegeben und hängt bei Leitern unter anderem von Material, Länge, Querschnitt und Temperatur ab. Ein kleinerer Widerstand führt bei gleicher Spannung zu einem größeren Strom.

Quelle: BIPM The International System of Units (SI Brochure), 9th edition, version 4.01

Erdverlegung

#

Installationstypen

Auch: Verlegung im Erdreich, Erdkabelverlegung

Bei der Erdverlegung wird ein dafür geeigneter Kabeltyp im Erdreich verlegt. Geeignete Kabeltypen weisen diese Verlegeart im Produktdatenblatt aus. Verlegetiefe und Schutzmaßnahmen richten sich nach Trasse und örtlichen Bedingungen.

Quelle: ABB Kabel- und Leitungsdimensionierung, 2CDC400027D0104 Rev. H (lokale Quellenkopie) · LAPP Datenblatt N2XSY

Erprobung

#

Prüfung und Planung

Auch: Funktionsprüfung, Wirksamkeitsprüfung

Bei der Erprobung wird durch Betätigung oder Funktionsprüfung festgestellt, ob sicherheitsrelevante Bauteile bestimmungsgemäß funktionieren. Beispiele sind die Prüftaste einer Schutzeinrichtung oder eine Verriegelung. Art und Umfang hängen von Prüfobjekt und Prüfaufgabe ab.

Quelle: DGUV Information 203-072: Wiederkehrende Prüfungen elektrischer Anlagen und ortsfester Betriebsmittel, April 2021

F

Federzugklemme

#

Verbindungstechnik

Auch: Federkraftklemme, Käfigzugfederklemme

Eine Federzugklemme kontaktiert den Leiter mit einer Feder, die die Kontaktkraft vorgibt. Die konkrete Ausführung bestimmt, welche Leiterarten und Querschnitte angeschlossen werden können. Für Vorbereitung und Betätigung gelten die Herstellerangaben des Klemmensystems.

Quelle: Phoenix Contact: Reihenklemmen, Ausgabe 2026

Fehlerstrom-Schutzeinrichtung Typ A

#

Schutzgeräte

Auch: RCD Typ A, FI Typ A

Eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung Typ A erfasst sinusförmige Wechselfehlerströme und pulsierende Gleichfehlerströme unter festgelegten Bedingungen. Sie ist für viele übliche Installationsanwendungen vorgesehen, aber nicht für jede Fehlerstromform geeignet. Die Auswahl richtet sich nach den angeschlossenen Betriebsmitteln und dem Schutzziel.

Quelle: Doepke FAQ: Fehlerstromschutz

Fehlerstrom-Schutzeinrichtung Typ B

#

Schutzgeräte

Auch: RCD Typ B, FI Typ B

Eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung Typ B erfasst zusätzlich glatte Gleichfehlerströme und weitere festgelegte Frequenzanteile. Solche Geräte können bei Anlagen mit bestimmten Umrichtern, Ladeeinrichtungen oder anderen Fehlerstromquellen erforderlich sein. Erfasster Frequenzbereich und geeignete Anwendung ergeben sich aus den Geräte- und Herstellerangaben.

Quelle: Doepke FAQ: Fehlerstromschutz

Fehlerstrom-Schutzschalter

#

Schutzgeräte

Auch: FI, FI-Schalter, Fehlerstrom-Schutzeinrichtung, RCCB, RCD

Ein Fehlerstrom-Schutzschalter erkennt eine Differenz in der Summe der durch ihn geführten Betriebsströme und schaltet bei den festgelegten Auslösebedingungen ab. Ein reiner FI-Schalter, auch RCCB genannt, besitzt keinen eingebauten Überstromschutz. Eine FI/LS-Kombination oder RCBO verbindet beide Schutzfunktionen.

Quelle: Doepke Montage- und Bedienungsanleitung DFS 2 / DFS 4

Feindrähtiger Leiter

#

Leiter und Kabel

Auch: flexibler Leiter, Feinleiter

Ein feindrähtiger Leiter besteht aus vielen sehr dünnen Drähten und ist für flexible Anwendungen vorgesehen. Er wird häufig bei beweglichen Leitungen oder feinadrigen Schaltlitzen verwendet. Je nach Klemme und Leiterklasse kann ein Abschluss mit Aderendhülse notwendig sein.

Quelle: LAPP H07V-K Datenblatt

H

H07V-K

#

Leiter und Kabel

Auch: flexible Verdrahtungsleitung, H07V-K Aderleitung

H07V-K ist eine PVC-isolierte Aderleitung mit feindrähtigem Leiter für feste, geschützte Verlegung. Sie wird beispielsweise zur Verdrahtung in Schränken und Verteilern oder in geeigneten Installationsrohren verwendet. Die Biegsamkeit des Leiters erlaubt nicht automatisch dauernde Bewegung; Einsatz und Anschluss müssen zum Datenblatt passen.

Quelle: LAPP H07V-K Datenblatt

H07V-U

#

Leiter und Kabel

Auch: starre Aderleitung, H07V-U Einzelader

H07V-U ist eine Aderleitung mit massivem Leiter. Sie eignet sich für feste Verdrahtungen und lässt sich in dafür vorgesehenen Klemmen anschließen. Häufiges Biegen oder Bewegen kann den massiven Leiter beschädigen und ist zu vermeiden.

Quelle: LAPP Datenblatt H07V-U (X07V-U)

Hauptschalter

#

Schutzgeräte

Auch: Hauptschalteinrichtung, Abschalter

Ein Hauptschalter trennt eine Anlage oder einen definierten Anlagenteil vom speisenden Netz. Dabei werden nicht zwangsläufig alle Leiter oder zusätzliche Einspeisungen erfasst. Funktion, Schaltvermögen, Abschließbarkeit und Freischaltbedingungen sind anlagenspezifisch festzulegen.

Quelle: Siemens Lasttrennschalter Technik-Fibel

Hohlwanddose

#

Installation

Eine Hohlwanddose wird in einer dafür geeigneten Öffnung einer Hohlwand befestigt und nimmt Installationsgeräte oder Verbindungen auf. Bauform und Befestigung sind auf den Wandaufbau abgestimmt. Für besondere Brand-, Schall- oder Luftdichtheitsanforderungen gibt es entsprechende Systemausführungen.

Quelle: OBO Hohlwandsysteme

Hohlwandinstallation

#

Installationstypen

Auch: Installation in Leichtbauwänden, Hohlwandmontage

Die Hohlwandinstallation führt Leitungen und Dosen in Leichtbau- oder Trockenbauwänden. Dafür werden häufig spezielle Hohlwanddosen und geeignete Befestigungen verwendet. Statik, Brandschutzanforderungen und die zulässige Wärmeabgabe der Leitungen sind projektbezogen zu berücksichtigen.

Quelle: OBO Hohlwandsysteme

I

Installationsklemme

#

Verteiler und Material

Auch: Verbindungsklemme, Elektroklemme

Eine Installationsklemme stellt elektrische Leiterverbindungen in einer Installation her. Je nach Bauform und Anschlussprinzip ist sie für unterschiedliche Leiterarten und Anschlussaufgaben vorgesehen. Zulässiger Leiterbereich und Anzahl der Anschlüsse sind den konkreten Herstellerdaten zu entnehmen.

Quelle: Phoenix Contact: Reihenklemmen, Ausgabe 2026

Installationsplan

#

Prüfung und Planung

Auch: Elektroinstallationsplan, Ausführungsplan

Ein Installationsplan zeigt die räumliche Anordnung elektrischer Anschluss- und Schaltstellen im Grundriss. Die Darstellung verwendet grafische Symbole und gehört zur Dokumentation der Anlage. Änderungen und Erweiterungen müssen in der Dokumentation nachvollziehbar bleiben.

Quelle: Hager: Stromkreisverteiler und Installationsdokumentation in Wohnungen

Installationsrohr

#

Installationstypen

Auch: Elektroinstallationsrohr, Schutzrohr

Ein Installationsrohr führt und schützt Leitungen innerhalb einer Elektroinstallation. Es wird auch als Leerrohr bezeichnet und kann die Erstinstallation sowie spätere Nachinstallationen unterstützen. Bögen, Muffen und Rohrtyp müssen zum gewählten System passen.

Quelle: OBO Elektroinstallationsrohre mit Steckverbindung

IP20

#

Kennzeichnungen

Auch: Schutzart IP20, berührungsgeschützt ohne Wasserschutz

IP20 bezeichnet Schutz gegen Berührung mit Fingern und gegen feste Fremdkörper ab einer bestimmten Größe. Ein Schutz gegen Wasser ist mit dieser Kennzeichnung nicht angegeben. IP20 ist deshalb kein Nachweis dafür, dass ein Gehäuse für Feuchträume oder Außenbereiche geeignet ist.

Quelle: Schneider Electric: IP-Code-Tabelle

IP44

#

Kennzeichnungen

Auch: Schutzart IP44, spritzwassergeschützt

IP44 beschreibt unter anderem Schutz gegen feste Fremdkörper ab einem Millimeter und gegen Spritzwasser aus definierten Richtungen. Die Kennzeichnung ist keine Freigabe für Untertauchen oder beliebige Reinigungsverfahren. Für die Montage sind die Herstellerbedingungen und die tatsächliche Einbausituation entscheidend.

Quelle: Schneider Electric: IP-Code-Tabelle

IP65

#

Kennzeichnungen

Auch: Schutzart IP65, staubdicht und strahlwassergeschützt

IP65 bezeichnet ein staubdichtes Gehäuse mit Schutz gegen Strahlwasser unter festgelegten Prüfbedingungen. Die erste Kennziffer beschreibt den Fremdkörper- und Berührungsschutz, die zweite den Wasserschutz. Die Schutzart gilt für die vorgesehene Ausführung einschließlich korrekt montierter Dichtungen und Kabeleinführungen.

Quelle: Schneider Electric: IP-Code-Tabelle

Isolationswiderstandsmessung

#

Prüfung und Planung

Auch: Isolationsmessung, Riso-Messung

Eine Isolationswiderstandsmessung bewertet die Isolierung zwischen elektrisch getrennten Teilen einer Anlage. Die Elektrofachkraft prüft am spannungsfreien Messobjekt mit einer dafür geeigneten Prüfspannung und berücksichtigt angeschlossene empfindliche Betriebsmittel. Messaufbau und Bewertung richten sich nach Anlage und Prüfaufgabe.

Quelle: Gossen Metrawatt METRALINE ISOCHECK

K

Kabel

#

Leiter und Kabel

Auch: Energiekabel, Installationskabel

Ein Kabel überträgt elektrische Energie oder Signale und besitzt einen für den Einsatzbereich festgelegten Aufbau. Je nach Kabeltyp sind unterschiedliche Umgebungen und Verlegearten vorgesehen. Die Eignung für eine konkrete Trasse steht im Produktdatenblatt.

Quelle: ABB Kabel- und Leitungsdimensionierung, 2CDC400027D0104 Rev. H (lokale Quellenkopie) · LAPP Datenblatt N2XSY

Kabelkennzeichnung

#

Kennzeichnungen

Auch: Leitungskennzeichnung, Kabelbeschriftung

Kabelkennzeichnung dient der eindeutigen Markierung von Kabeln und Leitungen. Mit Zahlen, Buchstaben oder Symbolen lassen sich Leitungen und Einzeladern einer Anlage zuordnen. Beständigkeit und Befestigung der Markierung müssen zum Einsatzumfeld passen.

Quelle: LAPP: Kennzeichnungssysteme

Kabelpritsche

#

Installationstypen

Auch: Kabelpritschenbahn, Pritsche

Eine Kabelpritsche ist ein offenes System zur Verlegung von Kabeln oder Leitungen. Sie kommt vor allem bei fest verlegten Leitungen zum Einsatz. Die konkrete Bauform und Belastbarkeit ergeben sich aus dem jeweiligen Tragsystem.

Quelle: LAPP Ethernet-Leitungen

Kabelquerschnitt

#

Leiter und Kabel

Auch: Leiterquerschnitt, Aderquerschnitt

Der Leiterquerschnitt ist die Fläche des leitenden Leitermaterials und wird bei Leitungen meist in mm² angegeben. Ein größerer Querschnitt verringert bei gleichem Material und gleicher Länge den elektrischen Widerstand. Er ist ein Faktor für die Strombelastbarkeit und wird zusammen mit Verlegeart, Temperatur und Anzahl belasteter Adern betrachtet.

Quelle: ABB Kabel- und Leitungsdimensionierung, 2CDC400027D0104 Rev. H (lokale Quellenkopie)

Kabelrinne

#

Installationstypen

Auch: Kabeltrasse, Kabelrinne mit Seitenrand

Eine Kabelrinne ist ein Kabeltragsystem zur offenen Führung von Kabeln und Leitungen. Es gibt gelochte und ungelochte Bauformen sowie Systemteile für Richtungsänderungen und Befestigung. Die zulässige Belastung hängt von System, Stützweite und Montage ab.

Quelle: ABB Kabel- und Leitungsdimensionierung, 2CDC400027D0104 Rev. H (lokale Quellenkopie) · OBO Kabelrinnen

Kabelschuh

#

Verbindungstechnik

Auch: Rohrkabelschuh, Anschlussschuh

Ein Kabelschuh verbindet ein Leiterende mit einem dafür bestimmten Anschlusspunkt. Je nach Ausführung wird er mit einem passenden Systemwerkzeug verpresst oder nach Herstellerangabe anders befestigt. Die Kombination aus Kabelschuh, Leiter und Werkzeug bestimmt die Qualität der Verbindung.

Quelle: Phoenix Contact Crimpverbinder

Kabelverschraubung

#

Verteiler und Material

Auch: Kabeldurchführung, Verschraubung

Eine Kabelverschraubung führt ein Kabel oder eine Leitung durch ein Gehäuse und kann Zugentlastung sowie Dichtheit herstellen. Außengewinde, Klemmbereich und Schutzart müssen zum Gehäuse und zum Kabel passen. Nicht verwendete Dichtteile können die angegebene Schutzwirkung verändern.

Quelle: OBO V-TEC PG9 Kabelverschraubung

Kammschiene

#

Verteiler und Material

Auch: Phasenschiene, Sammelschiene für Schutzgeräte

Eine Kammschiene verbindet die Anschlüsse aufeinander abgestimmter modularer Geräte und verteilt je nach Ausführung Außenleiter und gegebenenfalls den Neutralleiter. Kontaktform, Raster, Polfolge und Bemessungsdaten müssen zu den angeschlossenen Geräten passen. Freie Kontakte und Schnittenden benötigen die zum System gehörenden Schutzteile.

Quelle: Siemens SENTRON Leitungsschutzschalter Technik-Fibel, Ausgabe 11/2025

Kanalinstallation

#

Installationstypen

Auch: Installationskanalverlegung, Leitungsführung im Kanal

Bei einer Kanalinstallation verlaufen Leitungen innerhalb eines dafür vorgesehenen Kanalsystems. Geschlossene Elektroinstallationskanäle und Industriekanäle sind Beispiele für solche Systeme. Das Kanalsystem wird passend zu Leitungsweg, Umgebung und Montage gewählt.

Quelle: OBO Industriekanäle · ABB Kabel- und Leitungsdimensionierung, 2CDC400027D0104 Rev. H (lokale Quellenkopie)

Kurzschlussstrom

#

Elektrische Grundgrößen

Auch: Ik, Kurzschlussstromstärke

Kurzschlussstrom ist der Strom, der infolge einer ungewollten sehr niederohmigen Verbindung zwischen Punkten unterschiedlicher elektrischer Spannung fließt. Seine Höhe hängt unter anderem von Netzimpedanz, Einspeisung und Fehlerstelle ab. Schutzgeräte, Leitungen und Betriebsmittel müssen für die auftretenden Beanspruchungen geeignet sein.

Quelle: Siemens SENTRON Leitungsschutzschalter Technik-Fibel, Ausgabe 11/2025

L

Lasttrennschalter

#

Schutzgeräte

Ein Lasttrennschalter verbindet die Funktion eines Lastschalters mit einer Trennfunktion. Er kann innerhalb seiner Bemessungsdaten Lastströme schalten und für eine definierte Trennung eingesetzt werden. Ein Lasttrennschalter enthält nicht automatisch einen Überstromschutz.

Quelle: Siemens Lasttrennschalter Technik-Fibel

Leistungsfaktor

#

Elektrische Grundgrößen

Auch: cos φ, Verschiebungsfaktor

Der Leistungsfaktor beschreibt das Verhältnis von Wirkleistung zu Scheinleistung bei Wechselgrößen. Ein Wert nahe eins bedeutet, dass ein großer Teil der Scheinleistung als Wirkleistung genutzt wird. Bei verzerrten Kurvenformen reicht der Verschiebungsfaktor allein nicht zur Beschreibung aus.

Quelle: ABB Technical Note 174: Introduction to Power Factor, Rev. A

Leistungsschalter

#

Schutzgeräte

Auch: MCCB, Lastschalter mit Schutzfunktion

Ein Leistungsschalter ist für größere Ströme und höhere Kurzschlussbeanspruchungen ausgelegt. Er kann Leitungen, Anlagenteile oder Betriebsmittel schützen und lässt sich je nach Ausführung einstellen oder mit Schutzeinrichtungen kombinieren. Seine Kennwerte müssen zu Netzform, Kurzschlussstrom und Schutzkonzept passen.

Quelle: Siemens 3VC-Leistungsschalter im Formgehäuse

Leiter

#

Leiter und Kabel

Auch: elektrischer Leiter, Aderleiter

Ein elektrischer Leiter ist ein leitfähiges Teil, das zum Führen elektrischen Stroms bestimmt ist. In einer Leitung trägt der Leiter die elektrische Funktion; Werkstoff und Querschnitt beeinflussen die Strombelastbarkeit. Isolierung und weitere Schichten gehören je nach Produkt zum Aufbau der Leitung.

Quelle: IEC Electropedia, IEV 195-01-07: conductor · ABB Kabel- und Leitungsdimensionierung, 2CDC400027D0104 Rev. H (lokale Quellenkopie)

Leiterfarben

#

Kennzeichnungen

Auch: Aderfarben, Kennfarben der Leiter

Leiterfarben kennzeichnen Funktionen innerhalb einer elektrischen Anlage. Grün-gelb ist für Leiter mit Schutzfunktion vorgesehen; dazu gehören unter den jeweiligen Bedingungen auch kombinierte Schutz- und Neutralleiter. Vor allem bei Altanlagen lässt sich die tatsächliche Funktion nicht zuverlässig allein an der Farbe erkennen.

Quelle: LAPP T9: Ader-Ident-Code nach VDE-Farbcode

Leitung

#

Leiter und Kabel

Auch: elektrische Leitung, Installationsleitung

Eine elektrische Leitung verbindet Betriebsmittel und überträgt elektrische Energie oder Signale. Ihr Aufbau, ihre zulässige Verlegung und ihre Belastbarkeit sind vom Leitungstyp abhängig. Die Produktunterlagen beschreiben den vorgesehenen Einsatzbereich.

Quelle: ABB Kabel- und Leitungsdimensionierung, 2CDC400027D0104 Rev. H (lokale Quellenkopie) · LAPP Datenblatt NYM

Leitungsführungskanal

#

Verteiler und Material

Auch: Kabelkanal, Installationskanal

Ein Leitungsführungskanal nimmt Leitungen entlang eines vorgesehenen Weges auf. Wand- und Deckenkanäle können Formteile und Einbaudosen des jeweiligen Systems umfassen. Auswahl und Montage richten sich nach dem verwendeten Kanalsystem und seinem Einsatzort.

Quelle: OBO WDK-Kanäle

Leitungsschutzschalter

#

Schutzgeräte

Auch: LS-Schalter, MCB, Leitungsschutz

Ein Leitungsschutzschalter unterbricht einen Stromkreis bei Überlast und bei ausreichend hohem Kurzschlussstrom. Bemessungsstrom, Auslösecharakteristik und Ausschaltvermögen müssen zur Leitung und zur Anlage passen. Auswahl und Schutzkoordination übernimmt eine Elektrofachkraft; ein üblicher Installations-LS hat festgelegte Auslösewerte.

Quelle: Siemens SENTRON Leitungsschutzschalter Technik-Fibel, Ausgabe 11/2025

Lötverbindung

#

Verbindungstechnik

Auch: Lötstelle, Weichlötverbindung

Bei einer Lötverbindung werden metallische Kontaktflächen mit Lot verbunden. Sie ist eine Verbindungstechnik für dafür vorgesehene Bauteile und Anschlussarten. Ob eine Lötverbindung in einer konkreten Installation zulässig und mechanisch geeignet ist, ergibt sich aus dem verwendeten System und den Anforderungen der Anlage.

Quelle: Phoenix Contact DFK-PC 4/2-G-7,62-LOE

M

Mantelleitung

#

Leiter und Kabel

Auch: ummantelte Leitung, Installationsmantelleitung

Eine Mantelleitung hat einen gemeinsamen Außenmantel, der ihre Adern umschließt. Sie kann ein- oder mehradrig aufgebaut sein. Ihr Einsatzbereich richtet sich nach dem Datenblatt des jeweiligen Typs.

Quelle: LAPP Datenblatt NYM

Messung

#

Prüfung und Planung

Auch: elektrische Messung, Prüfmessung

Eine elektrische Messung ermittelt Eigenschaften einer Anlage oder eines Betriebsmittels mit einer geeigneten Messeinrichtung. Im Rahmen einer Prüfung macht sie auch Merkmale zugänglich, die durch Besichtigen nicht erkannt werden können. Zur Messung gehört die fachliche Bewertung der Ergebnisse im Zusammenhang mit der Prüfaufgabe.

Quelle: DGUV Information 203-072: Wiederkehrende Prüfungen elektrischer Anlagen und ortsfester Betriebsmittel, April 2021

Motorschutzschalter

#

Schutzgeräte

Auch: Motorschutzrelais, Motorschutzeinrichtung

Ein Motorschutzschalter schützt einen Motor vor thermischer Überlast und je nach Ausführung vor weiteren Fehlerarten. Der Einstellbereich wird auf den Bemessungsstrom und die Betriebsart des Motors abgestimmt. Anlaufverhalten, Umgebungstemperatur und Herstellerangaben sind bei der Auswahl zu berücksichtigen.

Quelle: Siemens SIRIUS Motor Starter Protectors, LV1T

N

Nennspannung

#

Elektrische Grundgrößen

Auch: Bemessungsspannung, Un

Die Nennspannung eines Netzes ist ein geeigneter gerundeter Spannungswert, mit dem das Netz bezeichnet oder identifiziert wird. Sie ist ein Nennwert und beschreibt nicht die vom Hersteller zugeordnete Bemessungsspannung eines Betriebsmittels. Die Bemessungsspannung eines Betriebsmittels ist auf dessen Betrieb und Eigenschaften bezogen.

Quelle: Siemens SENTRON Leitungsschutzschalter Technik-Fibel, Ausgabe 11/2025 · IEC Electropedia, IEV 442-09-10: Bemessungsspannung · IEC Electropedia, IEV 601-01-21: Nennspannung eines Netzes · IEC Electropedia, IEV 151-16-09: Nennwert

Neozed-Sicherung

#

Schutzgeräte

Auch: Neozed, D0-Sicherung

NEOZED® ist eine eingetragene Marke der Siemens AG für das D0-Schraubsicherungssystem. Sicherungseinsatz, Sockel, Pass- oder Adapterteil und Kappe sind als System aufeinander abgestimmt. D0- und D-Systeme sind unterschiedliche Bauformen; Ersatzteile müssen zum vorhandenen System passen.

Quelle: Siemens SENTRON Sicherungssysteme Technik-Fibel

Netzimpedanz

#

Prüfung und Planung

Auch: Quellenimpedanz, Netzinnenwiderstand

Die Netzimpedanz ist die Impedanz des speisenden Netzes am betrachteten Anschlusspunkt. Sie beeinflusst Kurzschlussstrom, Spannungsänderungen und das Auslöseverhalten der Schutzeinrichtungen. Für die Bewertung müssen Einspeisung, Transformator, Leitungswege und Betriebszustand berücksichtigt werden.

Quelle: Siemens SENTRON Leitungsschutzschalter Technik-Fibel, Ausgabe 11/2025

Neutralleiter

#

Elektrische Grundgrößen

Auch: N-Leiter, Mittelleiter

Ein Neutralleiter ist mit dem Neutralpunkt eines Netzes verbunden und kann zur Energieverteilung beitragen. In einer Installation ist er von Außenleiter und Schutzleiter zu unterscheiden. Seine Kennzeichnung ist N.

Quelle: IEC Electropedia, IEV 195-02-06: neutral conductor · DGUV Information 203-072: Wiederkehrende Prüfungen elektrischer Anlagen und ortsfester Betriebsmittel, April 2021

Not-Aus-Schalter

#

Schutzgeräte

Auch: Not-Aus-Taster, Not-Aus-Befehlseinrichtung

Ein Not-Aus-Schalter löst durch eine bewusste Bedienhandlung eine definierte Abschaltung aus. Er ist Teil eines Sicherheitskonzepts und nicht mit einem beliebigen Ausschalter gleichzusetzen. Rücksetzung, Schaltfunktion und Einbindung in die Maschine oder Anlage erfordern eine fachliche Beurteilung.

Quelle: Schneider Electric: Emergency stop function

NYM-J

#

Leiter und Kabel

Auch: NYM-Leitung, Mantelleitung mit grün-gelbem Schutzleiter

NYM-J bezeichnet eine PVC-isolierte Mantelleitung für feste Installation mit grün-gelber Ader. Diese Ader ist bereits in der angegebenen Gesamtaderzahl enthalten. Verlegebedingungen und zulässige Belastung sind vom konkreten Produkt und Einbau abhängig.

Quelle: LAPP NYM-J

NYY-J

#

Leiter und Kabel

Auch: NYY-Kabel, Erdkabel mit Schutzleiter

NYY-J bezeichnet ein PVC-isoliertes Energiekabel mit PVC-Mantel und grün-gelber Ader. Die grün-gelbe Ader ist Teil der angegebenen Gesamtaderzahl. Viele Ausführungen sind für feste Erdverlegung geeignet; die konkreten Einsatzbedingungen stehen im Herstellerdatenblatt.

Quelle: LAPP NYY-J

P

PEN-Leiter

#

Leitungen

Auch: PEN

Ein PEN-Leiter fasst in bestimmten Netzsystemen die Funktionen von Schutzleiter und Neutralleiter in einem Leiter zusammen. In einem TN-C-S-System wird diese gemeinsame Funktion an einer dafür vorgesehenen Stelle in N und PE getrennt. Planung und Änderungen an PEN-Führungen gehören in die Hand einer Elektrofachkraft.

Quelle: Siemens Residual Current Protective Devices primer

PG-Verschraubung

#

Installation

Auch: Panzerrohrgewinde

Eine PG-Verschraubung besitzt ein Gewinde aus der PG-Größenreihe. Sie ist nicht allein aufgrund einer ähnlichen Größenangabe mit einer metrischen M-Verschraubung austauschbar. Gewinde, Klemmbereich und Gehäuseöffnung sind einzeln abzugleichen.

Quelle: OBO V-TEC PG9 Kabelverschraubung

Potentialausgleichsschiene

#

Verteiler und Material

Auch: PAS, Haupterdungsschiene, Potenzialausgleichsschiene

Eine Potentialausgleichsschiene verbindet die ihr zugeordneten Schutz-, Erdungs- und Potentialausgleichsleiter. Welche Leiter angeschlossen werden, ergibt sich aus dem Erdungs- und Schutzkonzept der Anlage. Sie dient nicht als beliebige Betriebsstromschiene; Leiterquerschnitte und Anschlüsse sind fachlich festzulegen.

Quelle: DEHN Blitzplaner: Produktnormen für den Potentialausgleich

Pressverbindung

#

Verbindungstechnik

Auch: Crimpverbindung, Quetschverbindung

Bei einer Pressverbindung wird ein Verbindungsteil mit einem passenden Werkzeug mit dem Leiter verpresst. Bei einem passenden System kann sie eine dauerhafte elektrisch und mechanisch geeignete Verbindung herstellen. Falsches Werkzeug, unpassende Hülse oder mangelhafte Vorbereitung können die Verbindung unbrauchbar machen.

Quelle: Phoenix Contact Crimpverbinder

Push-in-Klemme

#

Verbindungstechnik

Auch: Steckklemme, Direktsteckklemme

Bei einer Push-in-Klemme wird ein dafür geeigneter Leiter ohne vorheriges Öffnen der Klemmstelle eingesteckt. Eine integrierte Feder hält den Leiter und stellt den Kontakt her. Starre und feindrähtige Leiter sind nur dann direkt geeignet, wenn der Klemmentyp dies ausdrücklich zulässt.

Quelle: Phoenix Contact Push-in-Anschluss

Q

Quetschverbinder

#

Verbindungstechnik

Auch: Stoßverbinder, Pressverbinder

Ein Quetschverbinder verbindet zwei Leitungsenden oder stellt einen Übergang zwischen Leitern her. Er wird mit einem passenden Presswerkzeug dauerhaft verformt und muss zum Querschnitt und zur Leiterart passen. Isolierte und unisolierte Ausführungen haben unterschiedliche Werkzeuge und Anforderungen.

Quelle: Phoenix Contact Crimpverbinder

R

RCBO

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Schutzgeräte

Auch: FI/LS, Fehlerstrom-Leitungsschutzschalter, RCBO-Schutzschalter

Ein RCBO kombiniert Fehlerstromschutz und Leitungsschutz in einem Gerät. Dadurch kann ein einzelner Stromkreis unabhängig überwacht und bei Überstrom, Kurzschluss oder Fehlerstrom abgeschaltet werden. Gerätekenndaten, Typ des Fehlerstromschutzes und Selektivität sind projektbezogen auszuwählen.

Quelle: Doepke Betriebs- und Montageanleitung FI/LS FIB / FIC

RCD-Prüfung

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Prüfung und Planung

Auch: FI-Prüfung, Fehlerstromschutzprüfung

Bei einer RCD-Prüfung werden je nach Prüfaufgabe unter anderem Auslösezeit und Auslösestrom der Fehlerstrom-Schutzeinrichtung gemessen. Prüfgerät und Bewertung müssen zur Schutzeinrichtung und zur Anlage passen. Die eingebaute Prüftaste ermöglicht eine Funktionskontrolle und ersetzt die erforderlichen Messungen nicht.

Quelle: Fluke 1663 Installationstester · DGUV Information 203-072: Wiederkehrende Prüfungen elektrischer Anlagen und ortsfester Betriebsmittel, April 2021

Reihenklemme

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Verteiler und Material

Auch: Hutschienenklemme, Reihenanschlussklemme

Eine Reihenklemme ist ein modulares Anschlusselement für elektrische Leiter. Mehrere Klemmen lassen sich zu einer geordneten Klemmenleiste zusammenstellen, häufig auf einer Tragschiene. Durchgangs-, Schutzleiter- und Trennklemmen erfüllen unterschiedliche Funktionen; die Anschlussdaten sind jeweils am gewählten System zu prüfen.

Quelle: Phoenix Contact: Reihenklemmen, Ausgabe 2026

Revisionsklappe

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Installation

Auch: Wartungsklappe

Eine Revisionsklappe schafft Zugang zu verdeckt eingebauten Anlagenteilen. Sie kann beispielsweise die Wartung oder Kontrolle einer Installation erleichtern. Anforderungen an Brandschutz und Zugänglichkeit müssen zum Einbauort passen.

Quelle: OBO Revisionsabdeckung ZES4

S

Schalterdose

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Installationstypen

Auch: Gerätedose, Unterputzdose

Eine Schalterdose nimmt Schalter, Taster oder Anschlussmodule auf und verbindet sie mit dem Leitungsweg. Sie kann unter Putz, in Hohlwänden oder in Kanälen montiert werden. Dosenart, Einbautiefe und Tragfähigkeit müssen zum Gerät und zur Wand passen.

Quelle: OBO Unterputzsysteme

Scheinleistung

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Elektrische Grundgrößen

Auch: S, Anschlussscheinleistung

Die Scheinleistung ergibt sich aus dem Produkt von Effektivspannung und Effektivstrom. Bei sinusförmigen Wechselgrößen steht sie zusammen mit Wirk- und Blindleistung in einer festgelegten Beziehung. Bei verzerrten Strom- oder Spannungsverläufen reicht diese Einteilung allein nicht für die Beurteilung aus.

Quelle: ABB Technical Note 174: Introduction to Power Factor, Rev. A

Schleifenimpedanz

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Prüfung und Planung

Auch: Fehlerschleifenimpedanz, Zs

Die Fehlerschleifenimpedanz ist die Gesamtimpedanz des Stromwegs bei einem Fehler zwischen Außenleiter und Schutzsystem. Sie umfasst je nach Netzform auch die Rückleitung und die speisende Quelle. Ihr Wert beeinflusst den möglichen Fehlerstrom und die Abschaltung durch die Schutzeinrichtung.

Quelle: Siemens SENTRON Leitungsschutzschalter Technik-Fibel, Ausgabe 11/2025

Schraubklemme

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Verbindungstechnik

Auch: Schraubanschluss, Klemme mit Schraube

Eine Schraubklemme erzeugt die Kontaktkraft durch das Anziehen einer Schraube. Je nach Konstruktion presst beispielsweise eine Zughülse oder ein Drahtschutzbügel den Leiter gegen die Kontaktfläche. Leiterbereich, Vorbereitung und Anzugsdrehmoment müssen zum jeweiligen Anschluss passen.

Quelle: Phoenix Contact: Schraubanschluss

Schraubsicherung

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Schutzgeräte

Auch: Schraubkappensicherung, Sicherung mit Schraubkappe

Bei einem Schraubsicherungssystem hält eine Schraubkappe den Sicherungseinsatz im Sockel. Zusammengehörige Sockel, Passelemente, Einsätze und Kappen bilden das System. Baugröße und Bemessungsdaten bestimmen, welche Kombination verwendet werden darf.

Quelle: Siemens SENTRON Sicherungssysteme Technik-Fibel

Schutzart IP

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Kennzeichnungen

Auch: IP-Schutzart, International Protection

Die IP-Schutzart beschreibt den Schutz eines Gehäuses gegen Berührung, Fremdkörper und Wasser. Sie besteht aus den Buchstaben IP und zwei Kennziffern sowie möglichen Zusatzbuchstaben. Die Kennzeichnung gilt nur für die geprüfte Gehäuseausführung und nicht unbegrenzt für jede Einbausituation.

Quelle: IEC Common Data Dictionary: IP code

Schutzklasse

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Kennzeichnungen

Auch: Schutzklassenangabe, Klasse des Berührungsschutzes

Die Schutzklasse beschreibt das grundlegende Konzept eines elektrischen Betriebsmittels gegen elektrischen Schlag. Sie unterscheidet insbesondere Schutz durch Erdung, durch doppelte oder verstärkte Isolierung und durch Schutzkleinspannung. Die Klasse ersetzt nicht die Beachtung von Montage-, Umgebungs- und Anschlussbedingungen.

Quelle: Schneider Electric FAQ FA378018: Classes of Protection

Schutzklasse II

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Kennzeichnungen

Auch: SK II, schutzisoliertes Betriebsmittel

Betriebsmittel der Schutzklasse II sind durch doppelte oder verstärkte Isolierung geschützt und benötigen keinen Schutzleiteranschluss. Sie werden häufig durch das Symbol zweier ineinanderliegender Quadrate gekennzeichnet. Beschädigungen der Isolierung oder unzulässige Änderungen können den Schutz beeinträchtigen.

Quelle: Schneider Electric FAQ FA378018: Classes of Protection

Schutzleiter

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Elektrische Grundgrößen

Auch: Erdleiter im Schutzsystem, PE, PE-Leiter

Ein Schutzleiter ist ein Leiter für die elektrische Sicherheit. Er gehört zum Schutzsystem einer Anlage und ist vom Neutralleiter zu unterscheiden. Die Kennzeichnung PE wird im Prüfkontext verwendet.

Quelle: IEC Electropedia, IEV 195-02-09: protective conductor · DGUV Information 203-072: Wiederkehrende Prüfungen elektrischer Anlagen und ortsfester Betriebsmittel, April 2021

Schutzleiterklemme

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Verteiler und Material

Auch: PE-Klemme, Erdungsklemme

Eine Schutzleiterklemme dient dem Anschluss von Schutzleitern. Bei dafür vorgesehenen Reihenklemmen stellt ihr leitender Fuß die Verbindung zur Tragschiene her. Diese Funktion und die Eignung der Tragschiene sind anhand des verwendeten Klemmensystems zu prüfen.

Quelle: Phoenix Contact: Reihenklemmen, Ausgabe 2026 · Phoenix Contact: Schutzleiter-Reihenklemme PT 4-PE, 3211766

Schutzleiterwiderstandsmessung

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Prüfung und Planung

Auch: PE-Widerstandsmessung, Schutzleiterprüfung

Die Schutzleiterwiderstandsmessung ermittelt den Widerstand einer Schutzleiterverbindung zu den damit verbundenen berührbaren leitfähigen Teilen. Sie dient der Beurteilung, ob diese Verbindung ausreichend niederohmig ist. Messverfahren, Messpunkte und Bewertung richten sich nach Schutzkonzept und Prüfaufgabe.

Quelle: DGUV Information 203-072: Wiederkehrende Prüfungen elektrischer Anlagen und ortsfester Betriebsmittel, April 2021

Selektivität

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Prüfung und Planung

Auch: Staffelung, selektive Abschaltung

Selektivität bedeutet, dass bei einem Fehler möglichst nur die nächstgelegene vorgesehene Schutzeinrichtung abschaltet. Dadurch bleiben unbeteiligte Anlagenteile weiter versorgt und die Fehlersuche wird erleichtert. Sie erfordert eine abgestimmte Auswahl von Kennlinien, Bemessungsströmen und Schutzgeräten.

Quelle: Siemens SENTRON Leitungsschutzschalter Technik-Fibel, Ausgabe 11/2025

Sicherung

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Schutzgeräte

Auch: Schutzeinrichtung, Überstromschutzeinrichtung

Eine Sicherung schützt einen Stromkreis vor unzulässigem Überstrom. Im engeren technischen Sinn ist damit häufig eine Schmelzsicherung gemeint, im Alltag auch ein Leitungsschutzschalter. Nach einer Auslösung muss zuerst die Ursache geklärt werden; ein Schmelzeinsatz wird ersetzt, ein geeigneter Schutzschalter kann nach Fehlerbehebung wieder eingeschaltet werden.

Quelle: Siemens SENTRON Sicherungssysteme Technik-Fibel

Spannungsfall

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Prüfung und Planung

Auch: Spannungsabfall

Spannungsfall bezeichnet die Spannungsänderung zwischen Leitungsanfang und Verbraucher durch den Laststrom und die Leitungsimpedanz. Bei sonst gleichen Bedingungen vergrößern mehr Strom, längere Leitungen und kleinere Leiterquerschnitte den ohmschen Anteil. Spannungsfall in Volt und die in der Leitung umgesetzte Verlustleistung in Watt sind verschiedene Größen.

Quelle: Siemens SENTRON Leitungsschutzschalter Technik-Fibel, Ausgabe 11/2025

Steigleitung

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Installationstypen

Auch: Steigstrang, vertikale Hauptleitung

Eine elektrische Steigleitung führt die Energieversorgung in vertikaler Richtung, etwa innerhalb eines Gebäudes. Eine mögliche Ausführung ist ein senkrecht geführter Schienenverteilerstrang. Befestigung und mechanische Lastaufnahme sind dabei nach dem verwendeten System und den örtlichen Gegebenheiten zu planen.

Quelle: Siemens: SIVACON 8PS – Installieren mit System LI, 03/2017

Stromdichte

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Elektrische Grundgrößen

Auch: J, Strombelastungsdichte

Die elektrische Stromdichte beschreibt, wie sich Strom an einem Ort durch eine Fläche verteilt. Sie ist eine Vektorgröße; ihr Fluss durch eine Fläche entspricht dem durch diese Fläche fließenden Strom. Bei Leiterberechnungen muss sie von der Strombelastbarkeit eines konkreten Kabels unterschieden werden.

Quelle: IEC Electropedia, IEV 121-11-11: electric current density

Stromkreisverteiler

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Verteiler und Material

Auch: Sicherungsverteiler, Kleinverteiler

Ein Stromkreisverteiler enthält Schutz- und Schaltgeräte für die von ihm versorgten Stromkreise. In Wohngebäuden kann er beispielsweise als Installationskleinverteiler oder als dafür vorgesehenes Verteilerfeld ausgeführt sein. Seine Ausstattung und Größe richten sich nach Stromkreiszahl, Funktionen und Erweiterungsbedarf.

Quelle: Hager: Stromkreisverteiler und Installationsdokumentation in Wohnungen

Stromlaufplan

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Prüfung und Planung

Auch: Schaltplan, Schaltungsunterlage

Ein Stromlaufplan beschreibt die elektrischen Verbindungen und das funktionale Zusammenwirken der dargestellten Komponenten. Je nach Dokumentationsmethode können Bauteile nach Funktionen oder nach Baugruppen geordnet werden. Er unterstützt die Analyse von Verbindungen sowie die Dokumentation von Änderungen.

Quelle: EPLAN: Funktionales Engineering

T

Teilungseinheit

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Verteilung

Auch: TE

Eine Teilungseinheit beschreibt ein Breitenraster für modulare Einbaugeräte im Verteiler. Die TE-Angabe hilft bei der Platzplanung, ersetzt aber nicht das tatsächliche Einbaumaß. Gerätebreite, Anschlussraum und notwendige Abstände sind zusätzlich anhand der Herstellerdaten zu berücksichtigen.

Quelle: Siemens SENTRON Sicherungssysteme Technik-Fibel

U

Überspannungsschutz

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Schutzgeräte

Auch: SPD, Surge Protective Device, Überspannungsschutzeinrichtung

Überspannungsschutz begrenzt definierte Stoßspannungen und leitet impulsförmige Ströme ab. Ein wirksames Konzept berücksichtigt Einspeisung, Leitungswege, Erdung und den Schutzpegel der zu schützenden Betriebsmittel. Einzelne Ableiter müssen aufeinander und auf die Anlage abgestimmt sein.

Quelle: DEHN Blitzplaner: Installationsort und Prüfklasse

Überspannungsschutz Typ 2

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Schutzgeräte

Auch: SPD Typ 2

Ein Überspannungsschutzgerät Typ 2 begrenzt transiente Überspannungen und leitet die dafür vorgesehenen Stoßströme ab. Sein Einsatz muss mit dem übrigen Schutzkonzept und den angeschlossenen Betriebsmitteln abgestimmt sein. Ein reines Typ-2-Gerät besitzt nicht automatisch die Blitzstrom-Prüfeigenschaften eines Typ-1-Geräts.

Quelle: DEHN Blitzplaner: Installationsort und Prüfklasse

Überspannungsschutz Typ 3

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Schutzgeräte

Auch: SPD Typ 3, Endgeräteschutz

Ein Überspannungsschutzgerät Typ 3 wird typischerweise nahe am zu schützenden Endgerät eingesetzt. Es ergänzt die vorgelagerten Schutzmaßnahmen im abgestimmten Schutzkonzept. Der Endgeräteschutz ersetzt deshalb nicht pauschal den erforderlichen Schutz an anderer Stelle der Anlage.

Quelle: DEHN Überspannungs-Ableiter Typ 3

Unterputzinstallation

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Installationstypen

Auch: UP-Installation, verdeckte Installation

Bei einer Unterputzinstallation liegen Leitungen und Installationsdosen in oder unter der Putzschicht. Sichtbar bleiben typischerweise Schalter, Steckdosen und Abdeckungen. Leitungszonen, Wandaufbau und zulässige Schlitzführung sind bei Planung und Ausführung zu beachten.

Quelle: OBO Unterputzsysteme

Unterverteilung

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Verteiler und Material

Auch: UV, Unterverteiler

Eine Unterverteilung wird von einer vorgelagerten Verteilung gespeist und versorgt nachgeordnete Stromkreise. Sie enthält die dafür vorgesehenen Schutz- und Schaltgeräte. Die Abstimmung mit der vorgeschalteten Verteilung ist für Verfügbarkeit und Schutzkonzept wesentlich.

Quelle: Hager: Von der trafonahen Anwendung bis zur Unterverteilung, univers N · Hager: Stromkreisverteiler und Installationsdokumentation in Wohnungen

V

VDE-Kennzeichnung

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Kennzeichnungen

Auch: VDE-Zeichen, Prüfzeichen eines Prüfinstituts

Ein VDE-Zeichen kann anzeigen, dass ein Produkt nach den Bedingungen einer Prüfstelle geprüft wurde. Bedeutung und Geltungsbereich hängen vom konkreten Zeichen und der zugehörigen Zertifizierung ab. Das Zeichen ist kein Ersatz für die anwendungsspezifische Auswahl und die Prüfung der fertigen Anlage.

Quelle: VDE Institut: Prüfzeichen und Bescheinigungen

Verbindungsdose

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Installationstypen

Auch: Klemmdose, Dosenverbindung

Eine Verbindungsdose enthält Klemmen oder andere Verbindungsstellen für mehrere Leitungen. Sie dient der geordneten Fortführung und Verzweigung von Leitungswegen. Die Dose muss zur Montageart und zur Schutzart der Umgebung passen.

Quelle: OBO Geräte- und Verbindungsdosen

Verteiler

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Verteiler und Material

Auch: Elektroverteiler, Kleinverteiler, Verteilerkasten, Verteilung

Ein elektrischer Verteiler nimmt Schutz- und Schaltgeräte sowie weitere Betriebsmittel zur Verteilung elektrischer Energie auf. Von ihm werden nachgeordnete Stromkreise oder Verteilungen versorgt. Größe und Ausstattung richten sich nach den vorgesehenen Funktionen und dem Erweiterungsbedarf.

Quelle: Hager: Stromkreisverteiler und Installationsdokumentation in Wohnungen · Hager: Von der trafonahen Anwendung bis zur Unterverteilung, univers N

W

Wechselspannung

#

Elektrische Grundgrößen

Auch: AC-Spannung, Wechselgröße

Eine Wechselspannung verändert sich periodisch und hat keine oder nur eine vernachlässigbare Gleichkomponente. Sie wird häufig mit AC abgekürzt. In der Praxis werden ihr Wert und ihre Frequenz passend zur Anwendung angegeben.

Quelle: IEC Electropedia, IEV 131-11-25: alternating voltage · DGUV Information 203-072: Wiederkehrende Prüfungen elektrischer Anlagen und ortsfester Betriebsmittel, April 2021

Z

Zählerplatz

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Verteiler und Material

Auch: Messplatz, Zählerfeld

Ein Zählerplatz umfasst den für die Strommessung vorgesehenen Bereich mit Zählerfeld und zugehörigen Anschlussräumen. Die einzelnen Funktionsflächen sind unterschiedlichen Aufgaben zugeordnet. Ausführung und Belegung müssen zu den geltenden Anschlussbedingungen und zum vorgesehenen Messsystem passen.

Quelle: Hager: Zählerplatz-Innenausbausystem univers Z

Zählerschrank

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Verteiler und Material

Auch: Zählergehäuse, Messschrank

Ein Zählerschrank nimmt Stromzähler und die zugehörigen Anschluss- und Betriebsmittel auf. Seine Funktionsbereiche werden passend zum Mess- und Versorgungskonzept ausgestattet. Bei Auswahl und Erweiterung sind insbesondere die Vorgaben des zuständigen Netzbetreibers zu berücksichtigen.

Quelle: Hager: Zählerplatz-Innenausbausystem univers Z

Zugentlastung

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Verbindungstechnik

Auch: Kabelzugentlastung, Zugentlastungsvorrichtung

Eine Zugentlastung nimmt mechanische Zugkräfte von den elektrischen Anschlüssen fern. Sie kann durch Kabelverschraubungen, Schellen, Klemmen oder Gerätebauteile realisiert werden. Die Befestigung darf den Mantel oder die Adern nicht unzulässig einschnüren oder beschädigen.

Quelle: OBO V-TEC PG9 Kabelverschraubung

Quellen und Lizenz

Die Definitionen sind eigene redaktionelle Erläuterungen. Jede Karte verweist auf eine konkrete Hersteller- oder Institutionenquelle mit Fundstelle; diese Quellen ersetzen keine vollständige Normenprüfung und keine Anlagenprüfung durch eine Elektrofachkraft.

Eigene Definitionstexte, CC BY 4.0. Hersteller- und Produktmaterialien bleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Stand: 12.09.2026.

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