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Artikel: Hohlwanddose einbauen: Bohrung, Krallen, Mehrfachdosen

Frisch gebohrte runde Öffnung in einer Gipskartonwand, daneben auf dem Boden eine Hohlwanddose und ein Akkuschrauber mit Lochsäge
Anleitung

Hohlwanddose einbauen: Bohrung, Krallen, Mehrfachdosen

Eine Hohlwanddose wird je nach Modell mit Krallen oder anderen Befestigungselementen an der Platte gehalten. 68 mm ist bei vielen Systemen ein verbreitetes Bohrmaß; das gewählte Produkt entscheidet. Die drei Punkte, an denen es schiefgeht: das Rastermaß, die Reihenfolge und das Drehmoment.

Passende Produkte finden Sie unter Hohlwanddosen & Unterputzdosen 1- bis 4-fach.

Unterputzdose in Massivwand setzen

Eine Unterputzdose wird in Mauerwerk anders montiert als eine Hohlwanddose. Vor dem Setzen werden Wandaufbau, Einbautiefe, Leitungsweg und die spätere Abdeckung geprüft. Kaiser-Dosen sind jeweils für eine bestimmte Einbausituation vorgesehen; das Produktdatenblatt des gewählten Typs entscheidet über Bohrung und Befestigung.

Der Ausschnitt wird so hergestellt, dass die Dose bündig und ohne Druck auf Leitungen sitzt. Bei Mehrfachkombinationen werden die Mittelpunkte am Rahmenraster ausgerichtet. Mörtel oder Gips darf keine Klemmen oder Leitungswege unzugänglich machen. Hohlwanddose setzen: Maße, Abstände, Installationszonen erklärt die Planungsmaße, ersetzt aber nicht die Montageanleitung.

Leitungen in einer bestehenden Wand werden vor dem Bohren gesucht. Arbeiten an der festen Elektroinstallation und die abschließende Prüfung gehören zur Elektrofachkraft. Passende Hohlwanddosen sind für Massivwand nicht automatisch geeignet.

Arbeiten an der Elektroinstallation

Das Errichten, Ändern und Instandsetzen elektrischer Anlagen ist nach DIN VDE 0105-100 einer Elektrofachkraft vorbehalten. Dieser Beitrag erklärt die Zusammenhänge und ersetzt keine Ausbildung. Vor jeder Arbeit gelten die fünf Sicherheitsregeln: freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen, erden und kurzschließen, benachbarte unter Spannung stehende Teile abdecken.

Schnitt Gipskartonplatte Krallen greifen hinter die Platte Ø 68 mm Ansicht, Dreifachdose 71 mm Mitte zu Mitte — nicht 68 Ständer liegen dazwischen, nicht darunter
Zwei Maße, die verwechselt werden: die Bohrung ist 68 mm, der Mittenabstand bei mehreren Dosen 71 mm. Wer mit 68 mm Abstand bohrt, hat zwischen den Dosen keinen Steg mehr und die Rahmen stoßen aneinander.

68 mm Bohrung, 71 mm Raster

Die Bohrung ist 68 mm — das ist genormt und gilt für praktisch jedes Gerät. Der Mittenabstand bei mehreren Dosen nebeneinander beträgt dagegen 71 mm. Wer beide Maße verwechselt und mit 68 mm Abstand bohrt, bekommt zwischen den Dosen keinen Steg mehr und die Rahmen stoßen aneinander.

Die Leitung kommt zuerst

Erst die Leitung in die Dose einziehen, dann die Dose einsetzen. Andersherum muss man mit der Leitung durch eine bereits sitzende Dose fädeln, und dabei reißt regelmäßig die Membran ein — die aber die einzige Zugentlastung ist, die diese Dose hat.

Krallen: gleichmäßig, und dann aufhören

Die beiden Schrauben werden abwechselnd angezogen, damit die Dose gerade bleibt. Zu fest angezogen drücken die Krallen durch den Karton — die Dose sitzt dann nur noch im Gips und löst sich beim ersten Steckerziehen. Fest heißt: die Dose lässt sich nicht mehr von Hand bewegen. Mehr nicht.

Mehrfachdosen und die Sache mit dem Ständer

Zwei- bis Vierfachdosen sind ein Formteil und brauchen einen entsprechend langen Ausschnitt. Genau dort steht überdurchschnittlich oft ein Ständerprofil im Weg — vor dem Anzeichnen orten, nicht danach feststellen.

Wie tief die Dose sein muss, hängt davon ab, was hineinkommt: ein einfacher Schalter braucht wenig, ein Dimmer oder ein Bewegungsmelder deutlich mehr, und bei einer Wechselschaltung liegen fünf Adern in der Dose. Der Ratgeber Wechselschaltung anschließen zeigt, wie viel das wirklich ist.

Passendes Material

Dosen stehen unter Hohlwanddosen und Abzweigdosen.

Schritt für Schritt

Werkzeug: Spannungsprüfer, Lochsäge 68 mm, Schraubendreher, Ortungsgerät

Material: Hohlwanddose, Leitung

  1. Freischalten. Falls in der Wand bereits Leitungen liegen: Sicherung aus, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen.
  2. Unterkonstruktion orten. Ständer und vorhandene Leitungen suchen. Gebohrt wird zwischen den Profilen, nie in ein Profil.
  3. Bohrung anzeichnen. Standardmaß 68 mm. Bei Mehrfachdosen Rastermaß 71 mm von Mitte zu Mitte.
  4. Bohren. Lochsäge mit wenig Druck ansetzen, damit der Karton nicht ausreißt.
  5. Leitung einziehen. Leitung durch die Membran in die Dose ziehen — vor dem Einsetzen, nicht danach.
  6. Dose einsetzen. Dose bündig einschieben, Rand liegt auf der Plattenoberfläche auf.
  7. Krallen anziehen. Beide Schrauben abwechselnd und gleichmäßig anziehen, bis die Dose fest sitzt — nicht weiter.

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