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Artikel: Schaltzeichen Elektrotechnik: Tabelle für Hausinstallation

Schaltzeichen Elektrotechnik: Tabelle für Hausinstallation

Schaltzeichen nach DIN EN 60617: Grundlagen

Ein Schaltzeichen beschreibt die elektrische Funktion eines Bauteils, nicht sein Gehäuse und nicht seine Marke. In Plänen wird deshalb zwischen Anschlussbezeichnung, Kontaktfunktion und Betriebsmittel unterschieden. Siemens zeigt in seinen Handbüchern, dass Symbole und Klemmenangaben im Zusammenhang mit dem jeweiligen Schaltgerät gelesen werden müssen.

Linien stellen Leiter oder Verbindungen dar; ein Punkt kann eine elektrische Verbindung kennzeichnen. Kreuzende Linien ohne Verbindungspunkt sind nicht automatisch verbunden. Auslösecharakteristik B, C oder D

Begriff, Funktion und typischer Lesefehler

Eigene Lesehilfe für häufige Betriebsmittel und Kontakte
Begriff Funktion im Plan Typischer Lesefehler
Leitung Verbindet Anschlusspunkte eines Stromkreises Kreuzende Linien werden ohne Verbindungspunkt als verbunden gelesen
Schließer Kontakt schließt bei der vorgesehenen Betätigung Der Kontakt wird mit dem vollständigen Schalter verwechselt
Öffner Kontakt öffnet bei der vorgesehenen Betätigung Die Ruhestellung wird nicht vom Schaltzustand unterschieden
Wechsler Gemeinsamer Kontakt wechselt zwischen zwei Kontaktwegen Die beiden Wege werden als zwei unabhängige Pole gelesen
FI/RCCB Überwacht die Summe der aktiven Leiter Das Symbol wird als Leitungsschutz gegen Überlast interpretiert
LS Schützt den Stromkreis gegen Überlast und Kurzschluss Aus dem Symbol wird automatisch B16 oder eine Polzahl abgeleitet
Taster Gibt einen Impuls und kehrt danach zurück Er wird wie ein rastender Schalter behandelt

Die Tabelle ist eine Lesehilfe, keine kopierte Normsymboltafel. Für die grafische Darstellung und die Klemmenbezeichnung bleibt die Legende des verwendeten Plans zusammen mit dem Herstellerdokument maßgeblich.

Steckdose, Schalter, Taster und Leuchte

Eine Steckdose wird als Betriebsmittel mit Schutzkontakt beziehungsweise den vorgesehenen aktiven Anschlüssen dargestellt. Ein Ausschalter öffnet oder schließt einen Strompfad, ein Taster kehrt nach der Betätigung zurück. Eine Leuchte wird als Verbraucher eingezeichnet. Der Plan sagt damit, welche Funktion vorgesehen ist; die tatsächlichen Klemmen stehen am Produkt.

Bei einem Wechselschalter werden gemeinsame Klemme und Korrespondierende unterschieden. Bei einem Taster wird die Rückkehrfunktion durch das Gerät bewirkt. FI-Schalter erklärt erläutert dagegen die Schutzfunktion eines Fehlerstromschutzschalters. Diese darf nicht mit der Funktion eines gewöhnlichen Lichtschalters verwechselt werden.

Sicherung, Leitungsschutzschalter und FI

Schmelzsicherung und Leitungsschutzschalter haben unterschiedliche Kennzeichen und Funktionen. Ein FI-Schalter beziehungsweise RCCB überwacht die Summe der aktiven Leiter; er schützt nicht vor jeder Überlast. Ein FI/LS kombiniert beide Funktionen in einem Gerät, ohne dass die Symbole dadurch identisch werden.

Die Auslösecharakteristik B, C oder D gehört zum Leitungsschutz und ist nicht das Zeichen des FI. Bewegungsmelder anschließen

Schütz, Relais und Stromstoßschalter

Ein Relais- oder Schützsymbol trennt Spule und Schaltkontakte. Die Spule wird mit eigenen Anschlüssen bezeichnet, die Kontakte mit ihrer Kontaktart und Nummer. Ein Stromstoßschalter besitzt eine Ansteuerung über Taster und einen Lastkontakt; sein Symbol allein zeigt noch nicht die zulässige Last oder die Klemmenlage.

Bei mehrpoligen Geräten wird jeder Kontakt nach dem Plan zugeordnet. Die Anzahl der gezeichneten Kontakte ist nicht automatisch die Zahl der Pole im normativen Sinn.

Widerstand, LED und Bewegungsmelder

Widerstand und LED werden als elektrische Bauteile dargestellt. Bei einer LED zeigen zusätzliche Markierungen die Polarität beziehungsweise die Halbleiterfunktion. Ein Bewegungsmelder wird im Hausinstallationsplan häufig als Schaltfunktion mit Versorgung und geschaltetem Ausgang dargestellt. L, N und Ausgangsbezeichnungen müssen am konkreten Gerät geprüft werden. Steckdosen und Schalter

Vom Schaltzeichen zum Bauteil im Verteiler

Der Weg vom Plan zur Montage führt über Betriebsmittelkennzeichen, Klemmenplan, Datenblatt und Stromkreisliste. Ein Symbol für einen FI sagt nicht, ob das Gerät zwei- oder vierpolig ist; ein LS-Symbol sagt nicht B16. Diese Angaben stehen in der Legende und am Gerät. Für die Dokumentation werden Schaltplan, Belegungsplan und Messprotokoll gemeinsam aufbewahrt.

Eine gute Planlegende nennt neben dem Symbol auch Betriebsmittelkennzeichen, Nennspannung, Funktion und gegebenenfalls die Kontaktart. So bleibt erkennbar, ob ein Rechteck für ein Relais, ein Schutzgerät oder eine Anschlussstelle steht. Herstellerunterlagen verwenden teils zusätzliche grafische Varianten; beim Übertragen in einen Hausinstallationsplan wird die eigene Legende deshalb konsistent gehalten.

Bei einer Änderung wird zuerst der Plan aktualisiert und erst danach die Verdrahtung geändert. Klemmenpläne und Stromkreisverzeichnis müssen dieselben Bezeichnungen verwenden. Ein Plan mit korrekten Symbolen, aber falschen Leiterzuordnungen ist nicht belastbar. Die Abnahme vergleicht die Zeichnung mit dem eingebauten Gerät und den Messwerten.

Bei digitalen Plänen ist eine eigene Symbolbibliothek hilfreich, solange sie die verwendeten Betriebsmittel eindeutig beschreibt. Freie Symbole aus unterschiedlichen Quellen werden nicht ungeprüft kombiniert: Ein Kontakt kann als Öffner, Schließer oder Wechsler gemeint sein. Die Legende nennt deshalb Kontaktart, Klemmen und Funktion in Textform, wenn das grafische Zeichen allein nicht ausreicht.

Für Hausinstallationen reichen meist wenige Grundsymbole, aber die Legende muss auch Sondergeräte abdecken. Ein Stromstoßschalter, Bewegungsmelder oder FI/LS wird mit seiner Funktion und nicht nur mit einem generischen Rechteck eingetragen. So kann der nächste Bearbeiter den Plan lesen, ohne eine Marke oder ein Produktbild erraten zu müssen.

Bei einem Klemmenplan werden Anschlüsse zusätzlich numerisch oder alphanumerisch benannt. Das ist besonders hilfreich, wenn ein Gerät mehrere Kontakte oder eine integrierte Kontrollleuchte besitzt. Die Nummer am Gerät wird direkt übernommen; eine selbst erfundene Kurzbezeichnung darf nicht an die Stelle des Herstellerplans treten. Dadurch bleibt die Prüfung zwischen Zeichnung und Produkt nachvollziehbar.

Die Legende wird mit dem Planstand datiert. So ist erkennbar, ob ein Symbol noch zur eingebauten Gerätegeneration gehört.

Quellen

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