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Artikel: Stromzähler anschließen: Anschlussprinzip 1- und 3-phasig

Stromzähler anschließen: Anschlussprinzip 1- und 3-phasig

Zwischenzähler oder Abrechnungszähler

Ein Hutschienen-Stromzähler kann als Zwischenzähler für eine interne Verbrauchserfassung eingesetzt werden. Ein Zähler für Abrechnung, Messstellenbetrieb oder Netzbetreiberaufgaben folgt zusätzlichen rechtlichen und technischen Vorgaben. Deshalb beantwortet ein Produktdatenblatt nicht automatisch die Frage, ob ein Gerät als offizieller Zähler verwendet werden darf.

Vor der Auswahl werden Messzweck, Netzform, Direkt- oder Wandlermessung, Genauigkeitsklasse, Bemessungsstrom und Kommunikationsschnittstelle festgelegt. Verteiler dimensionieren

1-Phasen-Stromzähler: Anschlussprinzip und Geräteschaltbild

Bei einer einphasigen Direktmessung führt der Außenleiter durch den dafür vorgesehenen Strompfad des Zählers; der Neutralleiter wird entsprechend der Klemmenzeichnung geführt. Eingang und Ausgang sind am Gerät gekennzeichnet. Die Zählerschaltung darf nicht aus der Lage eines anderen Herstellers abgeleitet werden.

Das ABB-Handbuch für A43/A44 zeigt Montage- und Anschlusshinweise für diese Baureihe. Es ist kein allgemeiner Plan für jeden Hutschienen-Zähler. Klemmenbezeichnungen, Drehmomente, Vorsicherung und Plombierbarkeit werden am gewählten Modell geprüft.

Drehstromzähler für Hutschiene: drei Phasen

Ein dreiphasiger Zähler misst mehrere Außenleiter in einer festgelegten Reihenfolge. Ob der Neutralleiter benötigt wird, hängt von Gerät und Messsystem ab. Ein Vertauschen der Phasen kann Messrichtung, Anzeige oder angeschlossene Verbraucher beeinflussen. Die Phasenfolge wird nach Herstellerangabe geprüft.

Direktmessgeräte sind nur bis zu ihrer angegebenen Stromgrenze vorgesehen. Bei höheren Strömen wird eine Wandlermessung geplant. Hager trennt in seiner Übersicht direkte und Wandler-Messgeräte; die Auswahl darf nicht aus einer pauschalen „63-A-Regel“ für alle Produkte abgeleitet werden. Hutschiene und Phasenschiene

Direktmessung und Wandlermessung

Bei der Direktmessung fließt der Laststrom durch den Zähler. Bei der Wandlermessung wird der Strom über Messwandler erfasst, deren Übersetzungsverhältnis im Zähler eingestellt oder parametriert werden muss. Wandlerkreis, Sicherungen, Prüfklemmleiste und Leiterquerschnitte gehören zu einem eigenen Messkonzept.

Zwischenzähler im Sicherungskasten

Der Zwischenzähler wird so eingebaut, dass Klemmen, Anzeige und Kommunikationsanschluss zugänglich bleiben. Die Teilungseinheiten, Wärmeabfuhr und Einbautiefe werden mit dem Verteiler abgeglichen. Sicherungskästen hilft bei der Platzplanung; die Verteilerbauzubehör enthält passende Gehäuse und Zubehör.

S0, Modbus und digitales Auslesen

S0-Impulsausgang und Modbus sind keine austauschbaren Begriffe. S0 liefert Impulse nach der Zählerkonfiguration, Modbus überträgt Registerwerte mit einer Busadressierung. Leitungslänge, Abschluss, Polarität und Protokollparameter stehen in der jeweiligen Anleitung. Ein Zähler ohne passende Schnittstelle kann nicht durch eine Softwareeinstellung nachgerüstet werden.

Der Anschluss und die Inbetriebnahme werden gemessen und dokumentiert. Ein Zähler im Verteiler ist ein Bauteil der Anlage; seine Eignung für eine offizielle Abrechnung richtet sich nach Messkonzept, Zulassung und Betreiberanforderungen.

Bei der Montage wird der Zähler so angeordnet, dass Anzeige, Klemmen und Schnittstellen ohne Demontage anderer Geräte erreichbar bleiben. ABB beschreibt für seine A43/A44-Serie die Montage auf DIN 50022 und alternative Befestigungen. Diese Angabe darf nicht auf ein anderes Gehäuse übertragen werden. Vor dem Einbau werden Einbautiefe, Reihenbreite und Wärmeabstände aus dem Datenblatt geprüft.

Die Messrichtung wird nach der Inbetriebnahme mit einer bekannten Last kontrolliert. Bei einem Zähler mit S0-Ausgang werden Impulswertigkeit und Polarität dokumentiert; bei Modbus kommen Adresse, Baudrate und Registerbelegung hinzu. Ein Kommunikationskabel ist kein Schutzleiter und wird nicht in eine Schutzleiterklemme gelegt. Änderungen am festen Stromkreis und die Messung übernimmt der Fachbetrieb.

Für eine interne Verbrauchserfassung wird der Messpunkt im Plan mit Quelle und Verbraucherbereich bezeichnet. So lässt sich später unterscheiden, ob der Zähler nur einen Unterverteiler, eine Wärmepumpe oder eine einzelne Mietfläche misst. Die Anzeige des Gerätes wird mit dem Ausgangszustand dokumentiert. Bei Abweichungen werden zuerst Phasenfolge, Messrichtung und Wandlerdaten geprüft, bevor Softwarewerte verändert werden.

Bei direkter Messung wird die angegebene Stromgrenze niemals durch eine größere Vorsicherung überschritten. Bei Wandlermessung werden Wandlerverhältnis und Polarität zusätzlich geprüft. Ein Messgerät kann Daten anzeigen und trotzdem falsch messen, wenn diese Zuordnung nicht stimmt. Der Prüfbericht hält daher Messart, Gerätetyp und Einstellungen fest.

Bei einer Hutschienenmontage wird die Abdeckung so gewählt, dass Anzeige und Bedienelemente sichtbar bleiben. Schnittstellenleitungen werden getrennt von Leistungsklemmen geführt und gegen Zug gesichert. Der Zähler wird im Verteilerplan mit Eingang, Ausgang und Messbereich bezeichnet. Für eine spätere Auswertung werden Zeitbasis und Einheit der Anzeige dokumentiert, damit Impulse und kWh nicht verwechselt werden.

Die Zählerdaten werden vor der Übergabe mit dem Messzweck verglichen. Ein Zwischenzähler ist damit nachvollziehbar, aber nicht automatisch ein geeichter Abrechnungszähler.

Quellen

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