Stromstoßschalter anschließen: Anschlussprinzip mit Tastern
Was ein Stromstoßschalter macht
Ein Stromstoßschalter, auch Stromstoßrelais genannt, ändert seinen Schaltzustand bei jedem passenden Steuerimpuls. Mehrere Taster können denselben Steuerkreis ansteuern, ohne dass jeder Taster den Laststrom der Leuchte führen muss. Das unterscheidet die Schaltung von einem einfachen Wechsel- oder Kreuzschalter.
Eltako zeigt in seinen Katalogen gerätebezogene Klemmen und Anschlussbilder. Die Begriffe A1, A2, L, N und Kontaktklemmen sind nicht auf jedes Fabrikat übertragbar. Kreuzschaltung anschließen
Stromstoßschalter oder Wechsel-/Kreuzschaltung
Eine Wechsel- oder Kreuzschaltung führt die Schaltfunktion über mechanische Kontakte an den Schaltstellen. Beim Stromstoßschalter bleiben die Bedienstellen als Taster ausgeführt und das Relais sitzt meist im Verteiler oder in einer Gerätedose. Die Wahl hängt von Leitungsbestand, Zahl der Taster, Last, Platz und gewünschter Erweiterbarkeit ab.
Ein Taster darf nicht automatisch durch einen Schalter ersetzt werden. Der Steuerimpuls, die Rückstellung und die zulässige Kontaktbelastung müssen zusammenpassen. Hutschiene und Phasenschiene
Funktionsprinzip mit Tastern und Relais
Im Grundprinzip führt ein Steuerleiter vom vorgesehenen Versorgungspunkt über mehrere parallel geschaltete Taster zum Steuereingang des Relais. Der Lastkontakt schaltet den Außenleiter zur Leuchte. Neutralleiter und Schutzleiter werden nach dem Anlagenplan geführt; sie werden nicht über einen beliebigen Relaiskontakt „durchgereicht“.
Die Zeichnung des konkreten Eltako-Modells entscheidet, ob die Spule mit L/N oder einer anderen Steuerung betrieben wird und welche Klemme den Lastkontakt bildet. Eine allgemeine Nummernfolge wäre eine gefährliche Scheingenauigkeit.
Anschluss auf der Hutschiene
Vor dem Einsetzen wird geprüft, ob Gerät, Hutschiene, Abdeckung, Wärmeabfuhr und Phasenschiene zusammenpassen. Die Anschlussklemmen werden mit dem angegebenen Drehmoment angezogen. Steuer- und Lastkreis werden im Belegungsplan getrennt bezeichnet. Verteilerbauzubehör
Treppenlichtautomat als Alternative
Ein Treppenlichtautomat schaltet nach einer Zeit selbsttätig ab. Er ist für zeitgesteuerte Beleuchtung gedacht, während ein Stromstoßschalter seinen Zustand hält, bis der nächste Impuls kommt. Manche Geräte kombinieren Funktionen, doch die Betriebsart, Nachlaufzeit und Tasterkompatibilität stehen im jeweiligen Datenblatt.
Fehlersuche: Relais schaltet nicht
Die Fehlersuche beginnt mit der Steuerseite: Liegt die vorgesehene Spannung an, kommen Impulse am Eingang an und liegt die Last innerhalb der Gerätegrenzen? Danach werden Kontaktseite, Leuchtmittel und Neutralleiter geprüft. Ein klebender Kontakt, eine falsche Spule, eine LED-Mindestlast oder ein unterbrochener Tasterkreis erzeugt unterschiedliche Symptome. Messungen und Änderungen erfolgen durch eine Elektrofachkraft. Steckdosen und Schalter
Der Steuerkreis und der Lastkreis werden im Stromkreisverzeichnis getrennt bezeichnet. Dadurch lässt sich später erkennen, ob ein Tasterproblem, eine Spulenversorgung oder ein Lastkontakt betroffen ist. Bei beleuchteten Tastern wird zusätzlich geprüft, ob der Hersteller die Beleuchtung in dieser Schaltung zulässt; der kleine Beleuchtungsstrom kann bei empfindlichen Relais zu Fehlfunktionen führen.
Für die Auswahl zählen auch Schaltart und Last. Eine LED-Leuchte kann beim Einschalten einen hohen Impulsstrom ziehen, ein Motor erzeugt andere Anforderungen als eine ohmsche Last. Eltako nennt für seine Geräte konkrete Werte. Diese werden nicht auf ein anderes Relais übertragen. Nach der Montage werden jeder Taster und die Abschaltung unter realer Last geprüft.
Wenn das Relais mechanisch schaltet, die Leuchte aber aus bleibt, wird der Lastkontakt und nicht zuerst der Tasterkreis geprüft. Wenn kein Klick hörbar ist, werden Steuerleitung, Spule und Versorgung untersucht. Bei einem dauerhaft eingeschalteten Licht kommen ein festgeklebter Kontakt, eine falsche Klemme oder ein parallel geschalteter Bypass infrage. Diese Diagnose erfolgt spannungsfrei beziehungsweise mit geeigneten Messmitteln.
Bei einer Erweiterung wird außerdem geprüft, ob alle Taster denselben Steuerkreis bedienen und keine fremde Spannung eingespeist wird. Die Kennzeichnung am Verteiler nennt Relais, Steuerkreis und Lastkreis getrennt. Das erleichtert die spätere Suche, wenn ein Taster mechanisch funktioniert, aber das Relais keinen Impuls erhält.
Bei mehreren Tastern werden die Leitungen so dokumentiert, dass jeder Bedienort erkennbar bleibt. Ein Taster mit Kontrolllicht kann eine eigene Klemme oder eine Herstellerfreigabe benötigen. Der Relaiskontakt wird nach der tatsächlichen Last ausgewählt, nicht nach der Anzahl der Taster. Bei einer Änderung im Bestand wird die alte Schaltung vollständig aufgenommen, bevor ein neues Relais eingesetzt wird.
Die Klemmenbezeichnung des Eltako-Modells wird im Plan unverändert übernommen. So bleibt die Steuer- von der Lastseite unterscheidbar.
Eine abweichende Serie wird neu geprüft.
So bleibt der Schaltplan gerätebezogen und prüfbar.
Die Lastseite bleibt eindeutig abgesichert.