Zum Inhalt springen

Geschäftskunden:Exklusive Konditionen & persönliche Beratung

Versandkostenfrei ab 50 € · Versand in 1–2 Werktagen

Kategorien

Warenkorb

Ihr Warenkorb ist leer

Artikel: FI-Schalter anschließen: Geräteschaltbild 2-polig und 4-polig

FI-Schalter anschließen: Geräteschaltbild 2-polig und 4-polig

Vorbereitung und Freischalten

Ein FI-Schalter wird nicht nach einer allgemeinen Farbskizze angeschlossen. Vor der Planung werden Netzsystem, Anzahl der aktiven Leiter, Schutzleiterführung, Vorsicherung und die nachgeschalteten Stromkreise aufgenommen. Neutralleiter verschiedener FI-Gruppen dürfen nicht vermischt werden. Eine Messung klärt, ob vorhandene Leiter und Schutzmaßnahmen die Nachrüstung zulassen.

Die Anlage wird durch ein eingetragenes Installationsunternehmen freigeschaltet, gegen Wiedereinschalten gesichert und vor der Arbeit geprüft. FI-Schalter nachrüsten

FI-Schalter 2-polig: Funktionsprinzip und Geräteschaltbild

Bei einer einphasigen Ausführung führt der Außenleiter durch den dafür vorgesehenen Pol und der Neutralleiter durch den Neutralleiterpol des RCCB. Der Schutzleiter wird nicht durch den FI geführt. Eingangs- und Ausgangsseite, Klemmenbezeichnungen und die Prüftaste stehen auf dem Gerätebild.

Ein 2-poliger RCCB ist keine Aussage darüber, dass jede zweipolige Anwendung zulässig ist. ABB nennt geeignete AC- und Mehrphasensysteme in seinen FAQ, weist aber auf die Bedingungen des konkreten Gerätes hin. Deshalb werden Nennspannung, Frequenz, Bemessungsstrom und RCD-Typ vor dem Anschluss verglichen.

FI-Schalter 4-polig: Funktionsprinzip und Geräteschaltbild

Bei einer dreiphasigen Versorgung werden die vorgesehenen Außenleiter und, falls vorhanden, der Neutralleiter durch die zugehörigen Pole geführt. Der FI misst die Summe der aktiven Leiter. Ein Neutralleiter hinter diesem Gerät darf nicht mit dem Neutralleiter einer anderen FI-Gruppe verbunden werden.

Ein vierpoliger RCCB kann in bestimmten Systemen auch ohne Neutralleiter verwendet werden, wenn das Gerät und die Last dafür geeignet sind. Die ABB-FAQ ist eine Einordnung, aber kein Freibrief für jede Verdrahtung. Das Datenblatt und der Schaltplan des gewählten Geräts bleiben maßgeblich. FI-Schalter erklärt

FI oben oder unten einspeisen

Ob die Einspeisung oben oder unten erfolgt, hängt vom Gerät und der Herstellerfreigabe ab. Manche RCCB erlauben beide Richtungen, andere koppeln die Prüfschaltung oder Zubehöranschlüsse an eine definierte Seite. Die Einbaulage wird daher nicht aus der üblichen Verteilerreihenfolge abgeleitet.

Mehrere FI-Schalter im Verteiler

Bei mehreren RCD-Gruppen werden Neutralleiter sauber getrennt und die Stromkreise so verteilt, dass Abschaltungen beherrschbar bleiben. Ein gemeinsamer Fehler darf nicht über eine fremde N-Schiene oder ein nachgeschaltetes Gerät in eine zweite Gruppe gelangen. Dokumentation und Beschriftung gehören zum Aufbau.

Prüftaste, Messung und häufige Fehler

Die Prüftaste simuliert einen Fehlerstrom innerhalb der Geräteschaltung; sie ersetzt keine Erstprüfung und keine Messung der Anlage. Nach dem Anschluss werden Auslösefunktion, Isolationszustand, Schutzleiter und Abschaltbedingungen fachgerecht geprüft. Typische Fehler sind ein geteilter Neutralleiter, ein durch den FI geführter Schutzleiter, eine nicht passende Polzahl oder eine Phasenschiene ohne Freigabe. FI-Schalter löst aus erklärt die Fehlersuche nach einer Auslösung.

Bei der 2-poligen Ausführung wird der Neutralleiter hinter dem Gerät auf die zugehörige N-Schiene des Stromkreises geführt. Bei der 4-poligen Ausführung werden die zugehörigen Außenleiter und der Neutralleiter gemeinsam als Gruppe dokumentiert. Diese Beschreibung erklärt die Funktion, sie ersetzt nicht die Klemmenzeichnung des konkreten RCCB. Hersteller verwenden unterschiedliche Anordnungen und Zubehörkontakte.

Nach der Messung werden Auslösezeit und Auslösestrom, Isolationswiderstand, Schutzleiterwiderstand und Abschaltbedingungen protokolliert. Die Prüftaste darf nicht als alleiniger Nachweis verwendet werden. Wenn ein FI sofort wieder auslöst, werden die nachgeschalteten Stromkreise einzeln untersucht; ein willkürliches Überbrücken oder Vertauschen von Neutralleitern verschiebt den Fehler nur.

Bei der Fehlersuche werden zuerst Verbraucher und Stromkreise getrennt, danach die Anlage selbst gemessen. Feuchtigkeit, Ableitströme elektronischer Geräte und ein fremder Neutralleiter führen zu unterschiedlichen Befunden. Die Dokumentation sollte deshalb die betroffene FI-Gruppe und die zugehörige N-Schiene enthalten. Erst nach behobenem Fehler wird die Anlage wieder vollständig zugeschaltet.

Bei einer Erweiterung wird außerdem kontrolliert, ob die neue Last zum RCD-Typ und zur Vorsicherung passt. Ein vierpoliger FI macht aus einem einphasigen Bestand keine dreiphasige Anlage. Umgekehrt ist ein zweipoliger FI nicht die verkürzte Version eines vierpoligen Geräts. Polzahl, Netzsystem und Schaltplan werden immer zusammen gelesen.

Die Klemmen werden nach Herstellerangabe angezogen und gegen Zug geprüft. Eine Ader, die nur in einer Klemme steckt, aber nicht im vorgesehenen Leiterbereich liegt, kann Wärme und Ausfälle verursachen. Nach dem Schließen der Abdeckung bleibt der Stromkreis im Verzeichnis eindeutig bezeichnet. So kann die Prüftaste später der richtigen FI-Gruppe zugeordnet werden.

Auch Zubehörkontakte und Hilfsschalter werden nur nach dem Schaltbild angeschlossen. Sie verändern nicht die Schutzfunktion des RCCB und dürfen nicht mit einem freien Außenleiter verwechselt werden.

Quellen

Read more

FI/LS-Schalter erklärt: B16, 1-polig oder 2-polig

Was ein FI/LS-Schalter kombiniert Ein FI/LS-Schalter verbindet zwei Schutzfunktionen in einem Gerät: Der Fehlerstromschutz erkennt eine Differenz zwischen den Strömen der aktiven Leiter, der Leitun...

Weiterlesen

Sicherungskasten verdrahten: Anschlussprinzip und Belegungsplan

Sicherungskasten-Aufbau: Reihen, Hutschiene, Klemmen Eine Unterverteilung besteht aus Gehäuse, Hutschienen, Schutz- und Schaltgeräten, Neutralleiter- und Schutzleiterklemmen sowie der dokumentierte...

Weiterlesen